Schornsteinfegen: Neue Pflichten für Haus- und Wohnungsbesitzer

Zum 1. Januar 2013 fiel das Kehr-Monopol für die Schornsteinfeger. Für Mieter und Besitzer von Häusern und Wohnungen wird das Kaminkehren dadurch einerseits günstiger. Andererseits müssen sie nun selbst dafür sorgen, dass der Kaminkehrer ins Haus kommt.

Jahrzehntelang hatte man keine Wahl: Für das Kaminkehren war der Schornsteinfeger des Bezirks zuständig. Das neue Schornsteinfegerhandwerksgesetz hat das Monopol nun aufgehoben und die Arbeit der Kaminkehrer in zwei Bereiche aufgeteilt.

Hoheitliche Aufgaben versus freier Wettbewerb

Die Abnahme eines neuen Kamins oder die Überprüfung der Brandsicherheit und des Kehrbuchs mit den Angaben, wann der Schornstein gefegt und kontrolliert wurde, bleiben hoheitliche Aufgaben des Bezirksschornsteinfegers. Daher wird er alle dreieinhalb Jahre seinen Besuch zur Kontrolle von Brennraum und Schornstein ankündigen.

Das Kehren selbst dürfen nun andere Handwerker übernehmen, um die sich die Kunden selbst kümmern müssen. Natürlich darf es der Bezirksschornsteinfeger sein, aber auch Installateure und Heizungsbauer, die eine entsprechende Zusatzqualifikation nachweisen können und beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle registriert sind, können das Kaminkehren übernehmen.

Abgestuftes Dach mit Blecheinfassung und zwei Schornsteinen  
Durch die Gesetzesänderung sind Haus- und Wohnungseigentümer nun selbst in der Pflicht den Kamin reinigen zu lassen.

In der Pflicht

Ganz sich selbst überlassen werden Haus- und Wohnungsbesitzer dennoch nicht: Entsprechend dem neuen Gesetz erhalten sie bis zum Ende eines jeden Jahres den gebührenpflichtigen Feuerstättenbescheid, der über die Anlagen in Haus oder Wohnung Auskunft gibt. Somit weiß jeder fremde Kaminkehrer, was zu tun ist, wenn er beauftragt wird. 

Für Sie als Haus- und Wohnungsbesitzer gilt es jedoch einiges zu beachten:

  • Der Feuerstättenbescheid setzt Ihnen eine Frist von einigen Wochen, in der die Kehrarbeiten ausgeführt werden müssen.
  • Sie müssen nun von sich aus einen Kaminkehrer mit der Arbeit beauftragen.
  • Mit entsprechenden Formularen müssen Sie nachweisen, dass der Kamin gekehrt wurde. Diese Formulare erhalten Sie vom Kaminkehrer.
  • Der Nachweis des Kehrens muss spätestens 14 Tage nach Ablauf der Frist beim Bevollmächtigten sein, sonst erhalten Sie einen zweiten gebührenpflichtigen Bescheid.

Ein Tipp am Schluss: Vereinbaren Sie mit Ihrem Kaminkehrer, dass Sie schriftlich an fällige Arbeiten erinnert werden möchten.

Unterstützung bei der Umsetzung!

Das neue Schornsteinfegerhandwerksgesetz beschert Haus- und Wohnungsbesitzern, aber auch Mietern neue Pflichten. Setzen Sie sich mit uns in Verbindung. Unsere Energie-Experten beraten Sie gerne dazu, wie Sie den neuen Anforderungen am besten gerecht werden können.

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